Schriftgröße:
normale Schrift einschaltengroße Schrift einschaltensehr große Schrift einschalten
 
Link verschicken   Drucken
 

+++ Aktuelles +++

Ilex aquifolium – die Stechpalme ist Baum des Jahres 2021 in Deutschland   Hier gibt es mehr ... [mehr]

 
Vorschaubild der Meldung: Wir freuen uns auf Euch !

Hier auf dem Puppenweg in Magdeburg beginnen die Abenteuer für die Kinder, die uns besuchen. Kommen Sie mit Ihren Kindern zu uns, erleben Sie die Natur mit allen Sinnen. Melden Sie sich an ... [mehr]

 

Herzlich willkommen

... auf der Homepage des Waldpädagogischen Zentrums Magdeburg e.V.!

 

10 Jahre Waldpädagogisches Zentrum Magdeburg e.V.

23.11.2010 – 23.11.2020

 

Im waldpädagogischen Zentrum

 

„Um die Menschen für den Wald zu sensibilisieren,
müssen sie erst einmal wissen, wie dieser funktioniert."

Dr. Ehlert Natzke

 

Gründungsmitglieder

Die Gründungsmitglieder am 23.11.2010 (v. l. n. r.): Fritz-Volkmar Reichel (†), Hartwig Myrrhe, Margit Scheer, Bodo Buchholz, Dr. Ehlert Natzke, Waldemar Fitzner, Martina Angenstein, Sabine Kosmehl und Wolfgang Grönwald

 

Der Verein wurde am 23.11.2010 von Forstleuten, Pädagogen Ingenieuren, Erzieherinnen und einer Krankenschwester gegründet. Im Gründungsjahr waren 9 Mitglieder eingetragen.

 

Die Forstverwaltung von Sachsen-Anhalt war damals zu erheblichen Personalkürzungen gezwungen. Gleichzeitig forderte das Land zur Verwirklichung der UN-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ eine Aktivierung der waldpädagogischen Arbeit für Kinder und Jugendliche. Die Lösung dieses Widerspruchs für den Raum Magdeburg bestand darin, dass eine „Vereinbarung zur Zusammenarbeit des Landeszentrums Wald Sachsen-Anhalt (LZ Wald) mit dem Waldpädagogischen Zentrum Magdeburg (WPZ MD) 2011" geschlossen wurde. Unterzeichner der Vereinbarung waren: Herr Specht (Betriebsleiter LZ Wald) und Dr. Natzke (Vorsitzender WPZ MD).

Die waldpädagogische Arbeit war abgesichert. Ab Mai 2011 konnte die Tätigkeit des Vereins, zunächst durch erfahrene Forstmitarbeiter, aufgenommen werden. Der Verein erhielt die Nutzungsrechte und Verantwortlichkeit der Waldpädagogischen Station (WPS) im Biederitzer Busch am Puppenweg sowie ein Büro mit Vereinsanschrift:


Waldpädagogisches Zentrum Magdeburg e.V., Lennèstr. 6, 39112 Magdeburg
 

Voraussetzung dafür war die Gründung des Vereins mit den entsprechenden Satzungsinhalten und –zielen: 

  •  Unterstützung der Forstwirtschaft durch waldpädagogische Maßnahmen mit dem Ziel, das forstwirtschaftliche und ökologische Wissen über die Wälder und deren Nutz-, Schutz- und Erholungsfunktion im Interesse der Daseinsvorsorge zu erhöhen;
  •  Unterstützung des Naturschutzes;
  •  Vermittlung von Kenntnissen zur Jagd;
  •  Schwerpunkt der Vereinsarbeit: Arbeit mit Kindern und Jugendlichen.

 

Der „Tag der offenen Tür" am 7.Mai 2011 an der Station im Biederitzer Busch war der offizielle Startschuss der Vereinsarbeit. Der Vorsitzende des Vereins, Dr. Ehlert Natzke, begrüßte an diesem Tag Kinder, Erzieher*innen und Eltern der Kindertagestätte aus Prester und Entscheidungsträger sowie Kooperationspartner des Landesforstbetriebes, des Landeszentrum Wald und aus dem Haus des Waldes aus Hundisburg.

Mit der offiziellen Eröffnung werden folgende waldpädagogischen Angebote umgesetzt:

 

Projekt "Waldfuchs"

 

Waldjugendspiele

 

Waldprojekttage

 

Walderlebnisführungen

 

Von anfänglich 240 Kindern und Jugendlichen im ersten Monat seit der Gründung, besuchen jährlich bis zu 3000 Vorschulkinder aus Kindertagestätten und Schüler*innen aus Magdeburger Grundschulen und der Umgebung die Waldpädagogische Station am Puppenweg.

 

Zur Durchführung der vertraglich gebundenen waldpädagogischen Leistungen sind seit Gründung Dr. Ehlert Natzke und Wolfgang Grönwald die administrativen Säulen des Vereins. Beide, seit 10 Jahren Ruheständler, sind mit der Waldpädagogik mit Kopf und Herz verbunden.

 

Die fachlichen und exekutiven Säulen des „Waldpädagogischen Zentrums" und an der Station im Biederitzer Busch waren in den 10 Jahren zunächst Waldemar Fitzner und Peter Hagemann. Als Nachfolger für Peter Hagemann kam Fritz Reichel. Als ausgebildete Forstarbeiter und durch jahrelange Tätigkeiten in den Wäldern besaßen sie das fachmännische und praktische Wissen. Mit der neuen beruflichen Herausforderung im Verein qualifizierten sie sich zu zertifizierten Waldpädagogen.

Alle drei wurden zu den Freunden der Kinder. Mit sehr viel Herz und Wissen sowie Hand - anfassen, fühlen, spüren- machten sie ihre Waldführungen bei den kleinen und großen Besuchern zu nachhaltigen Erlebnissen und zum „Be-Greifen" der Zusammenhänge im Ökosystem Auwald.

 

Auch der Spaß kam bei den Führungen nie zu kurz. Zum Beispiel lernten die Kinder den Wildschwein-Abwehr-Schrei: „Huscha Pascha – Huscha Pascha " von Waldemar Fitzner. Er ist seit August 2020 im Ruhestand.

 

Fritz Reichel ist im September 2020 verstorben. Viele Baumaßnahmen an der Station erinnern an ihn. Seine stets lustige und hilfsbereite Art, waren sein Markenzeichen.

 

 

 

 

 

Ein ganz persönlicher Abschieds- und Willkommensgruß von den Mitgliedern des „Waldpädagogischen Zentrums Magdeburg"


Am 22.07.20 wurde der gelernte Waldarbeiter, Herr Waldemar Fitzner, auf dem Sommerfest des „Waldpädagogischen Zentrums Magdeburg" (WPZ) vom Leiter des Betreuungsforstamtes Nedlitz, Herrn Radtke, wenige Tage vor seinem 50-jährigen Dienstjubiläum, aus dem Berufsleben verabschiedet.
Sehr viele Redner wie Ehlert Natzke, Vorsitzender des WPZ; Wolfgang Grönwald Leiter der Waldpädagogischen Station; Jörg Borchardt, Betriebsleitung des LZW; Rolf Warschun, Leiter des Umweltamtes Magdeburg; Detlef Radtke, Forstamtsleiter; Jens Dedow, Revierleiter; Robert Klose, Geschäftsführer des SDW und Bodo Buchholz, Vorstandsmitglied des WPZ Magdeburg- fanden die richtigen, lobenden Worte für Waldemar Fitzner.
Sie gaben einen Rückblick und Ausblick der sich wandelnden ökologischen und waldwirtschaftlichen Ursachen und Maßnahmen, die Waldemar Fitzner 50 Jahre tagtäglich erfahren und erleben durfte. 


  
Redner             weitere Redner
Im rechten Bild von links nach rechts Dr. Ehlert Natzke (Gründungsvater und Vorsitzender des WPZ seit 2010);
Herr Radtke (Leiter Betreuungsforstamt Nedlitz), Herr Schulze ( Abteilungsleiter Naturschutz im Umweltamt Magdeburg), Herr Warschun (Leiter des Umweltamtes Magdeburg) , Herr Borchardt (Leiter Waldpädagogik in der Betriebsleitung des LZW)


Die letzten lobenden Worte nach ca. 30 Minuten im Stehen nahm er sitzend entgegen, um für die Geschenke, Blumen, Präsente und Glückwünsche von den Anwesenden wieder standhaft und fit zu sein.

waldemar sitzend  

 

Waldemar Fitzner arbeitet seit 2007 in der Waldpädagogik. Er erwarb 2009 die Zertifizierung zum Waldpädagogen und ist Gründungsmitglied des WPZ im Jahr 2010.


   Löwenzahnweg
Gründungsväter des Vereins sind Fritz Reichel, Waldemar Fitzner, Wolfgang Grönwald
Auf dem Löwenzahnweg bei Drei Annen Hohne (2011)
 


Jahrelang wurde er von seinem Arbeitgeber für diese Tätigkeit im WPZ freigestellt, um den waldpädagogischen Bildungsauftrag nach dem Lehrspruch von Pestalozzi, die Natur und im Besonderen den Auenwald im Biederitzer Busch mit "Kopf-Herz-Hand", den Kindern und Jugendlichen zu vermitteln.


Vogel 
Auch sein Hut diente als Futterplatz. 

 

Tagtäglich war sein Arbeitsort die Waldpädagogische Station am Puppenweg. Er entwarf und realisierte neue waldpädagogische Erlebnisobjekte, wie z.B. die Köhlerhütte oder das Labyrinth. Täglich begutachtete er einzelne Stationen und wenn erforderlich, wurden schadhafte Elemente sofort repariert.
Er war immer einer der Ersten im Puppenweg. Er heizte im Winter unsere Hütte, sägte Holzscheiben zum Bemalen oder als Teller nutzbar. 
Die Kinder waren von seinen Ausführungen über die Tier- und Pflanzenwelt begeistert. Er hatte stets für alle einen Witz im Repertoire oder lustigen Satz auf den Lippen. 
Jedes Kind lernte von Waldemar, so duften ihn die kleinen und großen Besucher*innen nennen, wie man sich bei einem Treffen mit einem Wildschein zu verhalten hat.
Er erklärte: „Zuerst in die Hände klatschen. und ganz laut „huscha-pascha-huscha-pascha" rufen."
Mit einem Augenzwinkern und verschmitzten Lächeln im Gesicht ergänzte er:" Damit jagt ihr alle Tiere weg und sogar eure Lehrer*innen, wenn sie einen Test schreiben wollen."
Den ehrenamtlichen Mitgliedern des WPZ, die nicht die Erfahrungen und das Wissen wie Waldemar Fitzner besitzen, beantwortete er in seiner ruhigen und sehr aufgeschlossenen Art die Fragen an praktischen Beispielen.
Ob Waldemars Eltern ahnten, was in seinem Vornamen und dem Menschen steckt?


Wie zum Beispiel:


W - aldwissen
A - ufgeschlossen
L - ustig
D - iszipliniert
E - infühlsam
M - ethodisch
A - ktiv
R - uhig


Lieber Waldemar,
wir nehmen Abschied von Deinem täglichen Erscheinen an unserer Station und heißen Dich herzlich Willkommen, wenn Du in Deiner Freizeit für die waldpädagogische Arbeit Zeit finden wirst.

 

IK  Kinder
 

 

LOTTO Sachsen-Anhalt unterstützt Waldjugendspiele

 

Offizielle Scheckübergabe im Biederitzer Busch

Magdeburg, 04.09.2017 Mit der offiziellen Scheckübergabe durch LOTTO Sachsen-Anhalt an das Waldpädagogische Zentrum Magdeburg e.V. (WPZ) können die Waldjugendspiele in eine neue Saison waldpädagogischer Veranstaltungen starten. Überreicht wurde der Scheck durch Johanna Grude, Verantwortliche für Öffentlichkeitsarbeit bei LOTTO Sachsen-Anhalt.

 

 

Bereits vor dem Eintreffen der Schulkinder, wurden zahlreiche Ehrengäste aus Politik und Verwaltung begrüßt. Waldkönigin Maria die Erste und Jörg Borchardt, Sachbereichsleiter für Waldpädagogik, waren als Ehrengäste vom Landes Zentrum Wald vertreten. Mit Führungen über das Gelände des WPZ Magdeburg konnten sich die Gäste dann selbst von den vielfältigen waldpädagogischen Stationen im Biederitzer Busch überzeugen.

 

 

Anschließend stürzten sich die Mädchen und Jungen der Klasse 4a aus der Grundschule „Leipziger Straße“ Magdeburg mit voller Begeisterung in eine spannende Wald-Ralley. Sie sind die ersten Schulkinder, denen durch die Förderung von LOTTO Sachen-Anhalt ein ganz besonderes Walderlebnis ermöglicht wird. Viele weitere Schulklassen werden in den nächsten Monaten die spannenden Stationen im Biederitzer Busch kennen lernen.

 

Guido Heuer MdL (Landtagsabgeordneter der CDU und Vorsitzender der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald Sachsen-Anhalt) moderierte die Veranstaltung und unterstrich bei seiner Ansprache maßgeblich die Bedeutung der Waldpädagogik und der forstlichen Bildungsarbeit. Großen Dank sprach er dabei allem voran dem Förderer LOTTO Sachsen-Anhalt sowie den Waldpädagogen und ehrenamtlichen Unterstützern aus.

 

Die „Waldjugendspiele“ im Biederitzer Busch werden mit Schulkindern, vor allem im Grundschulalter und in der Mittelstufe durchgeführt. Speziell in dieser Altersgruppe sind die Kinder noch so jung und aufgeschlossen, dass die „Waldfreund-Prägung“ durch einen hervorragend gestalteten, sorgfältig vor- und nachbereiteten Waldtag als unvergessliches Erlebnis gelingen kann. Die Kinder gewinnen durch praktisches Handeln und den direkten Kontakt mit diversen Bestandteilen aus der Natur neue Erkenntnisse und Erfahrungen über das Ökosystem Wald, seine Beschaffenheit sowie seine ökologische und ökonomische Bedeutung und damit seinen unschätzbaren Wert. Durch spielerisches Walderleben soll die Neugier geweckt und das Interesse an der Natur vertieft werden.