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Projekt "Waldfuchs"

Die Aktion „ Waldfuchs“ wurde im Jahr 2008 von der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald Landesverband Sachsen-Anhalt e. V. ins Leben gerufen und seitdem sehr erfolgreich mit Unterstützung des Landeszentrums Wald und des Landesverwaltungsamtes durchgeführt.

Die Aktion „Waldfuchs“ ist vorrangig für ältere Vorschulkinder konzipiert.
Durch sie sollen die Kinder einen positiven Bezug zur Natur aufbauen, um dann mit ihr verantwortungsbewusst umzugehen. Der Schwerpunkt der Tätigkeit in der Waldstation besteht darin, den Kindern jeweils jahreszeitlich typische Erscheinungen in der Natur – speziell im Wald – näher zu bringen. Gleichzeitig sollen die Kinder erfassen, dass die Natur in ständiger Veränderung ist.


Dazu sollen die Kinder vielfältige praktische Aufgaben mit Naturgegenständen bewältigen und die Naturerscheinungen mit möglichst vielen Sinnen wahrnehmen. Um dem Bewegungsdrang der Kinder Rechnung zu tragen, sind dabei auch viele Spiele vorgesehen. Dieses Spielen in der Natur ohne vorgefertigtes Spielzeug regt die Fantasie und Kommunikationsfähigkeit der Kinder an und die gegenseitige Rücksichtnahme wird gefördert. Außerdem stärkt die Bewegung an der frischen Luft das Immunsystem.


Darüber hinaus sollen die Kinder erkennen, dass wir ein Teil der Natur sind und wir von ihr abhängig sind.


Um die Veränderungen zu erkennen, kommen die Kinder achtmal innerhalb eines Jahres im Abstand von ca. vier Wochen in die Waldstation „Biederitzer Busch“. Die Aktionen beginnen meist im September und enden im Mai bzw. Juni.


Mögliche Themen im Herbst:

  • Blätter an Bäumen und Sträuchern, Blattfärbung, Laubfall,
  • Samen und Früchte an Bäumen und Sträuchern,
  • Essbare und giftige Pilze,
  • Vogelzug, Vogelberingung
  • Tiere des Waldes,

 

Themen im Winter:

  • Laubbäume und Sträucher im Winter,
  • Nadelbäume und immergrüne Gehölze,
  • Vögel am Futterhaus,
  • Wildtiere im Wald, Tierspuren im Schnee,

 

Themen im Frühjahr:

  • Frühblüher, Blüten an Bäumen und Sträuchern,
  • Laubentfaltung an Bäumen und Sträuchern,
  • Keimende Samen von Bäumen und Sträuchern, junge Bäume und Sträucher,
  • Gesang, Nestbau und Brut der Singvögel,

 

Themen im Sommer:

  • Wildkräuter im Wald, Heilpflanzen,
  • Kleintiere im Wald, Leben im Boden.


Auch die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald hat für die Tätigkeit der „Waldfüchse“
23 Themenvorschläge (siehe Anlage) erarbeitet, aus denen die Erzieherinnen/Erzieher wählen können.


Zur Motivation erhalten die Kinder am Beginn des Projekts einen Rucksack mit den zum Erkunden notwendigen Materialien, z. B. eine Blumenpresse, eine Sammelbox, Augenbinden, Bestimmungsbücher und Becherlupen. Für jedes Kind gibt es darüber hinaus auch ein Basecap mit dem Logo des Projekts sowie eine Mappe mit Arbeitsblättern.


Die Arbeitsblätter werden zum Teil während des Aufenthaltes in der Waldstation genutzt, aber auch danach in der Kindereinrichtung zur Wiederholung und Vertiefung des Erlebten.


Zur Bestätigung ihrer Teilnahme an einer Waldfuchs-Aktion bekommen die Kinder nach jedem Besuch einen Stempel in ihre Stempelkarte.


Nach erfolgreichem Abschluss aller Themen wird jedem Kind von den Waldpädagogen ein „Waldfuchspass“ überreicht, der die aktive Teilnahme an den Naturerlebnistagen und dem Kind den Ehrentitel „Waldfuchs“ bescheinigt.


Die Kindereinrichtung erhält außerdem eine Urkunde (siehe Anlage).