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Walderlebnisführungen

 

Walderlebnisführungen können für Kinder und Jugendliche aller Altersklassen durchgeführt werden. Während einer ein- bis mehrstündigen Wanderung unter der Leitung eines waldpädagogischen Mitarbeiters erfahren die Kinder und Jugendlichen unmittelbar in der Natur und altersgerecht Neues und Interessantes über das Leben im Wald, über Besonderheiten von Pflanzen und Tieren im Wald sowie über Holzgewinnung und –nutzung. Die Themen reichen von einfachen, begrenzten Fragestellungen, z. B. zum Leben einzelner Pflanzen- und Tierarten, bis hin zu komplexen Problemstellungen über ökologische und ökonomische Zusammenhänge. Beispielhaft seien nur folgende Themen genannt:

  • Tierspuren im Wald
  • Nestbau und Brutverhalten von Vögeln im Wald
  • Der Vogelgesang bzw. Tierstimmen im Wald
  • Jagdbare Tiere des Waldes
  • Frühblüher im Wald
  • Bäume und Sträucher des Waldes
  • Früchte des Waldes
  • Geschützte Pflanzen bzw. Tiere des Waldes
  • Holzgewinnung und –nutzung
  • Zusammensetzung/Schichtung des Waldes
  • Lebensformen im Waldboden und in den Schichten des Waldes
  • Bedeutung/Funktionen des Waldes


Die Walderlebnisführungen beginnen bzw. enden in der Regel an der waldpädagogischen Station im Biederitzer Busch. Oft werden sie im Zusammenhang mit den Waldjugendspielen durchgeführt, wenn die Kinder und Jugendlichen von der Straßenbahn-Endhaltestelle Herrenkrug abgeholt werden und unter Führung eines waldpädagogischen Mitarbeiters zu Fuß den ca. 2 km weiten Weg zur waldpädagogischen Station gehen. Dabei lernen die Kinder und Jugendlichen die Besonderheiten im Bau und Aussehen der an den Straßen- bzw. Wegrändern wachsenden Gehölze und Kräuter kennen, sie lernen – je nach Jahreszeit – die ausgewählten Pflanzen an Blättern, Blüten bzw. Früchten zu unterscheiden und erfahren etwas über ihre Nutzung durch den Menschen.


Gelegentlich entdecken sie Spuren oder Behausungen von Tieren, beobachten Vögel, Insekten oder andere Tiere oder lauschen dem Vogelgesang. Kurz vor der waldpädagogischen Station liegt am Rande des Puppenwegs ein mehrere Meter langer Baumstamm, der sich hervorragend als „Baumtelefon“ (Abb. links) nutzen lässt.


Durch die mit Fragen, Erklärungen und Aufgaben verbundenen kurzen Unterbrechungen wird der für viele Schüler anstrengende und sonst ermüdende Weg zur waldpädagogischen Station aufgelockert, interessant und kurzweilig.

 

... mit Erwachsenen

 

Die Arbeit mit Erwachsenen macht nur einen kleinen Teil der waldpädagogischen Tätigkeit des Waldpädagogischen Zentrums e. V. aus und richtet sich vor allem an Lehrerinnen und Lehrer, Erzieherinnen und Erzieher sowie andere pädagogisch Tätige, die als Multiplikatoren Kinder und Jugendliche zur Achtung und Liebe der Natur sowie zur Erhaltung und zum Schutz der natürlichen Reichtümer erziehen sollen.


Während ihres Aufenthaltes in der Waldpädagogischen Station sollen die Erwachsenen mit den dort vorhandenen Möglichkeiten der waldpädagogischen Arbeit bekannt gemacht und so motiviert werden, mit ihren Kindern und Jugendlichen die Angebote des Waldpädagogischen Zentrums e. V. zu nutzen. Die Teilnehmer können – wie auch die Kinder und Jugendlichen – an den Stationen des waldpädagogischen Lehrpfades praktisch tätig werden und erhalten darüber hinaus weitere Informationen zu naturkundlichen Sachverhalten, zu pädagogischen Fragen und zur Organisation waldpädagogischer Vorhaben.


Als krönender Abschluss derartiger Veranstaltungen wird häufig gegrillt und noch zwanglos in gemütlicher Runde an den überdachten Sitzplätzen (im Sommer) bzw. in der Schutzhütte am offenen Kamin (in der kalten Jahreszeit) der Erfahrungsaustausch gepflegt.